In jeder Ausgabe zeigen wir an einem Beispiel, wie sich Ultraschall in die Hautpflege einbinden lässt. Diesmal geht es um den Ablauf mit den Geräten Skinova 10 und Skinova 19. Beide werden über curasola.shop angeboten und von der Wellcomet GmbH in Bruchsal hergestellt. Alle technischen Daten und Programmbezeichnungen in diesem Beitrag sind Herstellerangaben von den Produktseiten. Unabhängige Studien zu diesen Geräten haben wir für diesen Beitrag nicht ausgewertet.

Die beiden Geräte im Überblick

Laut Herstellerangaben arbeitet Skinova 10 mit einer Frequenz von 10 Megahertz und einem Behandlungskopf aus Titan mit 3 Quadratzentimetern Fläche. Das kabellose Handstück ist etwa 210 Millimeter lang und wiegt rund 250 Gramm. Es gibt sechs feste kosmetische Programme mit den Schwerpunkten unreine Haut und kosmetische Akne (zwei Programme), Linien und Falten, Hautbild (zwei Programme) sowie Couperose.

Skinova 19 arbeitet laut Hersteller mit 19 Megahertz, ebenfalls mit einem 3 Quadratzentimeter großen Titan-Behandlungskopf, und hat zusätzlich Thermo- und Bewegungssensoren. Es bietet zehn Programme, darunter Anti-Aging, feine Linien, tiefe Falten, Lifting, Porenbild, unreine Haut, Rötungen, Hydration, Hautregeneration und Wirkstoff Boost. Der Anbieter weist ausdrücklich darauf hin, dass Programmnamen wie „Lifting“ die Auswahl am Gerät beschreiben und keine bestimmte Straffung oder Faltenreduktion zusagen.

Schema der Eindringtiefe zweier hoher Ultraschallfrequenzen in die HautKI-generiertes Symbolbild
Schema: Höhere Frequenz wirkt oberflächennäher in der Haut (KI-generiertes Symbolbild) · KI-generiertes Symbolbild

Was die Frequenz bedeutet

Wie im Technikbeitrag dieser Ausgabe erklärt, wirkt Ultraschall umso oberflächennäher, je höher die Frequenz ist. Der Anbieter nennt als physikalische Richtwerte eine Halbwertstiefe von etwa 3 Millimetern bei 10 Megahertz und etwa 1,2 bis 1,5 Millimetern bei 19 Megahertz. In dieser Tiefe liegt noch die Hälfte der Ausgangsintensität vor. Beide Frequenzen zielen damit auf die Haut selbst, nicht auf Muskeln oder Gelenke.

Ablauf einer Anwendung

Nach den Angaben auf den Produkt- und Anwendungsseiten läuft eine Anwendung so ab:

  1. Einweisung vor dem Start: Vor der ersten Anwendung findet eine persönliche Einweisung per Videocall statt (etwa 30 Minuten). Dort werden Programm, Dauer, Häufigkeit, Kontaktgel und Handhabung nach der Gebrauchsanweisung festgelegt.
  2. Programm vorbereiten: Das Handstück wird an der Programmierstation mit dem abgestimmten Programm vorbereitet.
  3. Kontaktgel auftragen: Für die Anwendung ist ein geeignetes Kontaktgel erforderlich. Laut Anbieter ersetzt eine beliebige Creme oder ein Serum diesen Kontakt nicht.
  4. Anwenden: Das kabellose Handstück wird nach dem Bewegungsablauf aus der Einweisung über die Haut geführt.
  5. Reinigen und weiterpflegen: Das Handstück wird nach Gebrauchsanweisung gereinigt, die weitere Pflege wird auf die Anwendung abgestimmt.

Konkrete Angaben zu Anwendungsdauer und Häufigkeit veröffentlicht der Anbieter nicht pauschal. Sie werden individuell in der Einweisung festgelegt. Wir nennen deshalb bewusst keine Minutenzahlen.

Gegenanzeigen und Hinweise

Der Anbieter verweist auf die Gegenanzeigen, Anwendungshinweise und Altersvorgaben in der Gebrauchsanweisung des jeweiligen Modells. Anhaltende, neu aufgetretene oder schmerzhafte Hautveränderungen, etwa starke Rötungen oder entzündliche Unreinheiten, sollen vor der Anwendung ärztlich abgeklärt werden. Bei einer ungewohnten Hautreaktion wird die Anwendung unterbrochen. Eine ärztliche Behandlung, etwa bei Rosazea oder Akne, ersetzt das Gerät laut Anbieter nicht.

Unabhängig vom Gerät gelten die allgemeinen Gegenanzeigen aus unserem Sicherheitsbeitrag, etwa Schwangerschaft im Anwendungsbereich, aktive Implantate, offene Wunden und keine Anwendung direkt auf den Augen. Hautreaktionen sind individuell, ein bestimmtes Ergebnis lässt sich nicht zusagen.